Du betrachtest gerade Vortrag von Silke Müller

Vortrag von Silke Müller

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein

Die Don-Bosco-Schule Steinfeld durfte am 13.03.2025 die Schulleiterin und Bestseller-Autorin Silke Müller für einen Vortrag in der Schulaula begrüßen. 

Schulleiter Marco Kruse dankte in seiner Begrüßung vor fast 200 Gästen ausdrücklich der Stiftung „Unsere Kinder“ und den Fördervereinen der St. Antonius-Schule, der St. Johannes-Schule und der Don-Bosco-Schule aus Steinfeld und Mühlen, die diesen Vortrag ermöglicht haben. Schon Kruse wies vermeintlich überspitzt darauf hin, dass Kindern und Jugendlichen zusammen mit dem Smartphone auch eine Überweisung für Kinderärzte und psychologische Behandlung überreicht werden solle. Diese seien aber schon teilweise auf Jahre ausgelastet. 

Dass diese Aussagen Kruses ernst zu nehmen seien, machte Silke Müller in ihrem Vortrag an vielen Stellen klar. Anhand von aktuellen Studien belegte Sie eingangs, dass sich in Deutschland bereits 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche an einer Mediensucht leiden. Den Gästen offenbarte sie im weiteren Vortrag deutlich, dass schon die jüngsten Menschen im Internet und besonders im „Haifischbecken“ der sozialen Netzwerke vielen Gefahren ausgesetzt seien. Es sei sogar schon für Kinder im Grundschulalter leicht, gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte zu konsumieren, die vielfach in den Klassenchats der Schüler veröffentlicht und geteilt werden. Dieses zeigte sie an mehreren Beispielen auf. Besonders warnte sie vor „Cybergrooming“, bei der sich Erwachsene im Internet mit bösen Absichten als Kinder und Jugendliche ausgeben, um einen Kontakt und Einfluss auf junge Menschen zu gewinnen. Oftmals wüssten die Erziehungsberechtigten dabei nicht, wie sich ihre Kinder in den Online-Medien bewegen. Auch die Eltern selbst brächten ihre Kinder in große Gefahren, wenn sie deren Bilder auf ihren eigenen Profilen in sozialen Netzwerken teilen.

Durch eindrückliche und teils schockierenden Beispiele bewirkte Müller bei den anwesenden Zuhörern die „Bauchschmerzen“, die sie nach eigener Aussage gerne erreichen wolle. Im Gespräch mit den Zuhörern zum Schluss ihres Vortrags gab sie aber auch Empfehlungen für Erziehungsberechtige. Wichtig sei ihr vor allem, dass Eltern ihren Kindern ihre Liebe spüren lassen und sie auch in der Mediennutzung begleiten und erziehen sollen. Ein eigener Nutzungsvertrag von Smartphones mit klaren Regeln für alle Familienmitglieder könne etwa ein Anfang sein, viele Tipps geben aber z.B. auch Beratungsstellen im Internet. Gleichzeitig sprach sich Müller auch für eine Klarheit und eine Verschärfung der Gesetzeslage über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen aus und nahm dabei die Politik und die Kultusministerien in die Pflicht.